Market Insight
FRÜHJAHR 2018

Jahresbericht
Jahr 2018

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HERBST 2018

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WINTER 2018-2019

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Wirtschaftliches Umfeld in Europa

 

Vierteljährliches reales BIP-Wachstum und Vorausschätzung für den Euroraum (%)

Quelle : OECD – Economic Outlook Januar 2017, Juni 2017 und Dezember 2017

 

  • Im dritten Quartal 2017 war das BIP-Wachstum in der EU und in der Eurozone im Vergleich zum Vorjahr auf dem höchsten Stand seit dem ersten Quartal 2011. Die starken Auftriebskräfte im gegenwärtig weltweit synchron verlaufenden Aufschwung wurden in den früheren Vorhersagen eindeutig unterschätzt.
  • Das BIP-Wachstum in der Eurozone wird in den Jahren  2018 und 2019 voraussichtlich nachlassen, teils wegen der Abwärts-Risiken im Zusammenhang mit den unsicheren Handelsmustern nach dem Brexit (davon ist besonders der Handel zwischen den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich betroffen) und teils wegen der schrittweisen Verlangsamung des Wachstums in China.

 

Ausfuhren aus Ländern der Europäischen Union (EU) in Länder außerhalb (Extra-EU-28) und innerhalb (Intra-EU-28) der EU (Index 2010 = 100)

Quelle : Eurostat

 

  • Die seit Mitte 2016 zu beobachtende Belebung des Handels ist Asien zu verdanken; die hohen Investitionen in die Infrastruktur in China in den Jahren 2016 und 2017 sind ein zentraler Antriebsfaktor für den Aufschwung, da sie die Wirtschaftstätigkeit im Ausland antreiben und zu höheren Rohstoffpreisen führen.
  • Durch die höheren Rohstoffpreise verbessern sich die Handelsbedingungen für Länder wie Brasilien oder Russland, was den globalen Handel weiter beflügelt und zu einer positiven Wachstumsspirale im globalen Handel und bei den Wirtschaftstätigkeiten führt. (Die positive Wachstumsspirale im globalen Handel erklärt großteils die Dynamiken des realen BIP-Wachstums)
  • Ab 2018 dürfte die prognostizierte schrittweise Verlangsamung der Anreizmaßnahmen in China jedoch auch das allgemeine Tempo des Handelswachstums bremsen.

 

 

Industrielaktivität und Binnenschifffahrt

 

Industrieproduktionsindex in der EU-28 und Güterverkehr in der EU

Quelle : Eurostat

Industrieproduktionsindex in der EU-28 und Güterverkehr in der EU

Quelle : Eurostat

 

 

  • Parallel zu den Ausfuhren legte 2017 auch die Industrieproduktion an Tempo zu: die Wachstumsrate betrugt im ersten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2 %, im zweiten Quartal 2017 3 %, im dritten Quartal 2017 4 % und im vierten Quartal 2017 5 %.
  • Die Verkehrsleistung der Binnenschifffahrt in der Europäischen Union erreichte im dritten Quartal des Jahres 2017 37,7 Mrd. TKM, verglichen mit 37,0 Mrd. TKM im dritten Quartal 2016. Die Wachstumsrate im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lag im zweiten Quartal 2017 bei 1,2 % und im dritten Quartal 2017 bei 1,9 %.
  • Die Verkehrsleistung der Binnenschifffahrt wuchs im dritten Quartal 2017 etwa halb so schnell wie die Industrieproduktion, die relative Differenz zwischen den Wachstumsraten wurde im Vergleich zum zweiten Quartal 2017 jedoch etwas kleiner.

 

 

Wirtschaftslage der Sektoren mit Bezug zur Binnenschifffahrt

Segment Mineralölerzeugnisse

Raffinerieproduktion in der EU und Rohölpreis

Quelle : Eurostat (Raffinerieproduktion) und Federal Reserve Bank of St. Louis (Ölpreis)

 

Raffinerieproduktion in der EU und Rohölpreis

Quelle : Eurostat (Raffinerieproduktion) und Federal Reserve Bank of St. Louis (Ölpreis)

 

  • Angetrieben durch die steigende Ölnachfrage und aufgrund der fortgesetzten Produktionskürzungen in den OPEC-Staaten und Russland stiegen die Ölpreise  im Januar 2018 auf über 60 USD.
  • Weitere Preiserhöhungen werden in den Jahren 2018 und 2019 voraussichtlich geringer ausfallen, da die steigende Nicht-OPEC-Ölproduktion in den USA einen weiteren Preisanstieg verhindern dürfte. (Europäische Wirtschaftsprognose – Winter (Zwischenbericht) 2018, veröffentlicht im Januar 2018)
  • Die Treibstoffpreise in der Binnenschifffahrt waren im dritten Quartal 2017 um 4 % höher als im Vorjahreszeitraum. Im vierten Quartal 2017 betrug die Differenz zum vierten Quartal 2016 10 %.

 

Entwicklung der Treibstoffpreise in der Binnenschifffahrt (€/100 l)

Quelle : CBRB

 

 

Segment Stahlindustrie

Wachstumsraten der Stahlproduktion im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (QT/Qt-4)
Q1 2017Q2 2017Q3 2017Q4 2017
Deutschland2%2%5%6%
Frankreich4%4%13%0%
Österreich6%12%13%6%
Ungarn82%72%30%33%
Serbien77%29%16%3%

Quelle:  Berechnung ZKR nach Daten der World Steel Association

 

  • Ein starker Anstieg in den Donaustaaten und die Stabilisierung im Rheingebiet wirkten sich  positiv auf die Transportnachfrage auf europäischen Wasserstraßen aus (siehe Kapitel 2).
  • Serbien / Ungarn: die hohen Wachstumsraten der Stahlproduktion erklären sich durch die Übernahme des Stahlwerks Smederovo an der Donau durch einen chinesischen Stahlkonzern. Das Unternehmen strebt im Jahr 2018 eine weitere Steigerung der Stahlproduktion in Serbien an. (Quelle: http://uk.businessinsider.com / Serbia’s Smederevo steel mill boosts revenue (18.12.2017))

Segment Bauwirtschaft

Entwicklung der Baugenehmigungen für Wohnungen in der EU (Index 2010=100)

Quelle : Eurostat

 

  • Der Transport von Sand, Kies und anderen Baustoffen auf Binnenwasserstraßen wird gefördert durch niedrige Zinsen auf dem Wohnungsmarkt und das Bestreben der Anleger nach Gewinnorientierung.
  • Die Zinsen werden 2018 voraussichtlich steigen, dieses Segment wird jedoch auch strukturell gefördert, dank der Initiativen für den Modal Shift in den Häfen (siehe auch Kapitel 2 / Wasserseitiger Verkehr in europäischen Häfen).

 

Segment Landwirtschaftliche Erzeugnisse

  • Die Getreideernte in Frankreich im Juli 2017 lag um 60 % höher als die (sehr niedrigen) Erträge im Juli 2016. Im dritten und vierten Quartal 2017 war der Anstieg insgesamt etwas geringer (Q3: +13 %, Q4: +11,5 %). (Quelle: http://agreste.agriculture.gouv.fr)
  • Die Trockenheit in den Monaten August und September verhinderte in der zweiten Hälfte 2017 ein noch besseres Ergebnis. Nach den Informationen des französischen Landwirtschaftsministeriums waren vor allem die Regionen im Osten Frankreichs in diesem Zeitraum von den trockenen Witterungsbedingungen betroffen.
  • Im Donauraum fielen die Ernteergebnisse für das Jahr 2017 schlechter aus als im Jahr 2016. Dies wurde deutlich beim Blick auf die Transportnachfrage in den mittleren Donaustaaten wie Serbien, wo der Getreidetransport auf der Donau im dritten Quartal 2017 stark zurückging (siehe Kapitel 2).

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