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• Die Verkehrsleistung (TKM) auf Binnenwasserstraßen in der EU ging in den ersten drei Quartalen des Jahres 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8,1% zurück.
• In den beiden größten Binnenschifffahrtsstaaten betrug der Rückgang -11,9% (Deutschland) und -6,8% (Niederlande). In den Donaustaaten war die Verkehrsleistung um 9% niedriger.
• Der Passagierverkehr (Flusskreuzfahrten) verzeichnete einen Rückgang der Fahrgastzahlen von 90-95%.

 
 

VERKEHRSLEISTUNG IN EUROPA

    VERKEHRSLEISTUNG IN DER BINNENSCHIFFFAHRT IM STAATSGEBIET DES JEWEILIGEN LANDES – VERGLEICH ZWISCHEN QUARTALEN 1- 3 2019 UND QUARTALEN 1-3 2020 (IN MILLIONEN TKM)


    Quellen: Eurostat [iww_go_qnave], OECD (Schweiz)

    ABBILDUNG 1: VERKEHRSLEISTUNG IN DER BINNENSCHIFFFAHRT (IWT) IN EUROPA NACH REGION (IWT) IN EUROPA NACH REGION (IN MILLIONEN TKM)


    Quellen: Eurostat [iww_go_qnave], Destatis
    * Donau = TKM in allen Donaustaaten

     

  • Mit der Stahlproduktion in Beziehung stehende Güter machen im gesamten Rheinverkehr 25% aus. Der Rückgang der Stahlproduktion (Die Stahlproduktion in Deutschland belief sich im Jahr 2017 auf 43,3 Mio. Tonnen, auf 42,4 Millionen Tonnen im Jahr 2018, auf 39,6 Millionen Tonnen im Jahr 2019 und 36,0 Millionen Tonnen in 2020. Quelle: World Steel Association und Wirtschaftsvereinigung Stahl) auf Grund einer Abschwächung der Weltwirtschaft in den Jahren 2018-2019 und der Covid-19-Krise im Jahr 2020 führte zu einem Rückgang bei der Beförderung von Eisenerzen, Koks und Metall. Dies führte zu einer Abwärtsbewegung beim Trend für den Rhein und die niederländischen und deutschen Wasserstraßen. Kohle für die Energiegewinnung (Kesselkohle) macht in der Rheinschifffahrt 7% aus. Auf Grund der Schließung der Kohlekraftwerke in Deutschland wird bis 2029 nahezu der gesamte Kesselkohletransport zum Erliegen kommen. Für die Donau kann ein wachstumsorientierter Trend beobachtet werden, der auf einer steigenden Transportaktivität für landwirtschaftliche Erzeugnisse beruht.
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    RHEIN UND ZUFLÜSSE

    ABBILDUNGEN 2 UND 3: DIE BEFÖRDERUNGSMENGE AUF DEM RHEIN STROMAUF- UND -ABWÄRTS FÜR WICHTIGE GÜTERSEGMENTE (IN MILLIONEN TONNEN, FÜR DIE ERSTEN NEUN MONATE 2019 UND 2020)



    Quelle: Berechnung ZKR basierend auf Destatis
     

  • Auf dem Rhein verringerte sich der Gütertransport im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den ersten neun Monaten des Jahres 2020 um 11%. Bei der Beförderung stromaufwärts zeigen die Zahlen einen zweitstelligen Rückgang für Eisenerze (-21%) und Chemikalien (-14%). Die Verluste in beiden Segmenten resultierten aus einem Rückgang der Industrieproduktion. Die Beförderung stromaufwärts von Mineralölprodukten sank um 12% auf Grund der Lockdowns und dem damit verbundenen Nachfrageeinbruch für Flüssigtreibstoffe (Benzin, Gasöl, Kerosin usw.). Der Rückgang bei der Kohlebeförderung (-30%) wurde zum Teil von den Rückgängen bei der Stahlproduktion und zum Teil durch die Energiewende verursacht.
  • Die Beförderung stromabwärts von Sanden, Steinen, Kies und Baustoffen sank um 10%. Der Getreidetransport mit seinem relativ kleinen Anteil am gesamten Rheinverkehr steigerte sein Volumen um 3%.
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    ABBILDUNG 4: BEFÖRDERUNGSMENGE AUF DEN RHEIN-ZUFLÜSSEN


    Quelle: Berechnung ZKR basierend auf Destatis
     

  • Die Güterbeförderung auf dem Main summierte sich in den ersten drei Quartalen 2020 auf 11,7 Millionen Tonnen (-9% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Der Gesamttrend auf dem Main fluktuiert bei rund 4 Millionen Tonnen an Gütern pro Quartal. Flüssiggüter, Nahrungsmittelerzeugnisse, Sande, Steine und Kies sind die Hauptsegmente in der Main-Schifffahrt.
  • Für den Mosel-Verkehr wiegt das Auslaufen der Kohle schwer und ist der Hauptgrund für den Abwärtstrend.
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    DONAU

  • Zwischen Rhein und Donau erscheinen Parallelen hinsichtlich der Entwicklung von industriellen und nichtindustriellen Gütern. Eisenerze (-25%), Kohle (-30%) und Metalle (-17%) litten unter der rückläufigen Stahlproduktion.
  • Bei allen mit dem Agrarsektor zusammenhängenden Gütern wurde ein Anstieg beobachtet. Die Stärke dieses Anstiegs war am deutlichsten beim Getreide erkennbar, wo sich die Transportmengen mehr als verdreifachten, und bei Nahrungsmitteln und Nahrungsmittelerzeugnissen, wo sich die Mengen mehr als verdoppelten. Düngemittel verzeichneten sowohl stromaufwärts (+17%) als auch stromabwärts (+50%) Zuwächse.
  • Diese Daten beziehen sich auf den Messpunkt Mohacs an der mittleren Donau in Südungarn, in der Nähe der Grenze zu Kroatien und Serbien. Insgesamt 4,648 Millionen Tonnen überquerten diesen Grenzpunkt in den ersten neun Monaten des Jahres 2020. Dies war ein Anstieg von 7% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
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    ABBILDUNGEN 5 UND 6: DIE BEFÖRDERUNGSMENGE AUF DER MITTLEREN DONAU STROMAUF- UND -ABWÄRTS FÜR WICHTIGE GÜTERSEGMENTE (IN MILLIONEN TONNEN, FÜR DIE ERSTEN NEUN MONATE 2020 UND 2019)*



    Quelle: Marktbeobachtungsbericht der Donaukommission
    * Auf der mittleren Donau bei Mohacs

     

  • Die Güterbeförderung auf der oberen Donau in Deutschland, Österreich und der Slowakei ging an der österreichisch-deutschen Grenze um 27% zurück und an der slowakisch-ungarischen Grenze um 15%. Die untere Donauregion (Rumänien, Bulgarien), die durch die Zahlen für den Donau-Schwarzmeer-Kanal dargestellt wird, verlor in den ersten neun Monaten nur 5%. Der Donau-Schwarzmeer-Kanal ist die Wasserstraßenverbindung zwischen dem Hafen von Constanţa und dem Schwarzen Meer.
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    ABBILDUNG 7: GÜTERBEFÖRDERUNG AUF DER DONAU NACH STROMABSCHNITTEN*


    Quelle: Marktbeobachtungsberichte der Donaukommission
    * DE/AT = Deutsch-Österreichische Grenze, SK/HU = Slowakisch-Ungarische Grenze; HU/CRO/SRB = Grenze zwischen Ungarn, Kroatien und Serbien (Mohacs)

 
 

PASSAGIERVERKEHR

  • Der Passagierverkehr auf Kreuzfahrtschiffen auf der Donau (Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Berichts waren Quartalsdaten zum Passagierverkehr nur für die Donau verfügbar) hatte 2019 ein Rekordniveau erreicht, wurde aber im März 2020 vollständig unterbrochen. Nur im Juni wurden sowohl auf der oberen wie auch auf der mittleren Donau einzelne Fahrten wieder aufgenommen. Diese Wiederbelebung fand auf einer sehr begrenzten Basis statt, entsprechend der Begrenzung der Fahrgastzahlen pro Reise. Der Passagierverkehr auf Tagesausflugsschiffen – sowohl im regulären Linienverkehr wie auf nichtfahrplanmäßigen Ausflugsschiffen – fand in den Haupttouristenzentren auf einer begrenzten Basis statt.
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    ABBILDUNG 8: PASSAGIERVERKEHR (FLUSSKREUZFAHRTSCHIFFE) AUF DER OBEREN DONAU (IN 1000 PASSAGIEREN)*



    Quelle: Marktbeobachtungsberichte der Donaukommission
    * Obere Donau = Schleuse von Gabčikovo (Grenze zwischen Ungarn und der Slowakei)

     

    ABBILDUNG 9: PASSAGIERVERKEHR (FLUSSKREUZFAHRTSCHIFFE) AUF DER MITTLEREN DONAU (IN 1000 PASSAGIEREN)*



    Quelle: Marktbeobachtungsberichte der Donaukommission
    * Mittlere Donau = Messpunkt Mohacs in Ungarn (Grenzregion mit Kroatien und Serbien). Die Zahlen geben den Passagierverkehr stromabwärts (in Richtung Schwarzes Meer) an.

 
 

TRANSPORTVOLUMEN IN WICHTIGEN EUROPÄISCHEN BINNENSCHIFFFAHRTSLÄNDERN

    ABBILDUNG 10: TRANSPORTVOLUMEN DER BINNENSCHIFFFAHRT IN DEN WICHTIGSTEN EUROPÄISCHEN BINNENSCHIFFFAHRTSLÄNDERN (QUARTALSDATEN FÜR DAS TRANSPORTVOLUMEN AUF DEM HOHEITSGEBIET JEDES LANDES – IN MILLIONEN TONNEN)


    Quelle: Eurostat [iww_go_qnave]
    Auf Grund der mangelnden Plausibilität der Stat.Bel-Daten ab dem ersten Quartal 2018 wurden die Daten für Belgien ab diesem Quartal neu berechnet. Hierfür wurde eine Änderungsrate berechnet, die auf den plausibleren Daten der flämischen Wasserstraßenverwaltung (De Vlaamse Waterweg) basiert. Die Reihe für Belgien folgt dann dem Trend für Flandern, ist aber auf einem höheren Niveau angesiedelt.

 
 

TROCKENGÜTER-, FLÜSSIGGÜTER- UND CONTAINERTRANSPORT

    ABBILDUNG 11: TROCKENGÜTERTRANSPORT (IN MILLIONEN TONNEN)



     

    ABBILDUNG 12: FLÜSSIGGÜTERTRANSPORT (IN MILLIONEN TONNEN)



     

    ABBILDUNG 13: CONTAINERTRANSPORT (IN MILLIONEN TONNEN)



    Quellen: Eurostat [IWW_GO_QCNAVE], Destatis. Centraal Bureau voor de Statistiek, De Vlaamse Waterweg, SPW Service Public de Wallonie, Voies Navigables de France, Rumänisches Institut für Statistik. Hinweis: für Belgien-Wallonien gibt es keine unterjährigen Containerstatistiken in Tonnen. Es wurde angenommen, dass die Produktgruppe “Maschinen/andere Güter/” hauptsächlich den Containertransport umfasst. Die Daten enthalten die gesamte Binnenschifffahrt auf dem Territorium des Landes/ der Region.